Face to Face oder für was stehst du ein?

 Schulprojekt zum mehrfarbigen Linoldruck im regionalen Gymnasium Laufental-Thierstein.


Verschiedene Druckverfahren wie zum Beispiel der Siebdruck oder der Linolschnitt wurden historisch verwendet, um politische Meinungen auf Flyern, Postern und Transparenten darzustellen. So zum Beispiel an den Demonstrationen der feministischen Emanzipationsbewegungen oder der Black-Power Bewegung der 1960er und 1970er Jahre. In diesem Projekt mit einer 1. Klasse des regionalen Gymnasiums Laufental-Thierstein lernten die Schüler*innen den mehrfarbigen Linoldruck als Hochdruckverfahren und historische Technik der politischen Masseninformation kennen. Während acht Doppellektionen setzten sie sich dabei mit politischen Postern auseinander, erstellten, inspiriert von Shepard Faireys «Hope» Poster von Barack Obama eigene Kompositionen bestehend aus einem fotografierten Selbstportrait sowie einem selbst ausgewählten Wort als persönlicher Slogan und setzten diese druckgrafisch um.  Nebst der technischen Auseinandersetzung mit dem Linoldruck beschäftigten sich die Jugendlichen so zusätzlich auch mit ihren ganz persönlichen Werten und Einstellungen: Für was stehe ich ein? Was ist mir wichtig im Leben?

Lernziele

  • Erfahrungen sammeln in der Umsetzung einer Photographie zu einer druckgrafischen Vorlage (Stichwort ‘Tonwerttrennung’)
  • Planen und Durchführen eines mehrfarbigen Hochdruckverfahrens
  • Experimentieren mit Farbkombinationen
  • Kennenlernen von Druckverfahren als politische Ausdrucksmittel

Unterstützt durch: Martin Meury (Lehrperson)

Entstanden im schulischen Praktikum, Masterstudium Lehrberufe für Gestaltung und Kunst HGK FHNW


Fotografien: Ausschnitte aus den Arbeiten der Schüler*innen